Warum werden Menschen obdachlos?

„Es ging schnell. Plötzlich stand ich da. Ohne Haus, ohne Familie, ohne Freunde und vor allem ohne Perspektive. Obwohl es mir ein paar Wochen vorher noch gut ging. Ich lebte mit meiner Freundin in einer schönen Wohnung, arbeitete als Dachdecker, hatte Freunde auf die ich mich verlassen konnte, dachte ich zumindest. Doch dann ging es ganz schnell. Mein Chef wurde wegen Steuerhinterziehung festgenommen, die Firma ging pleite, mit meiner Freundin hatte ich immer öfter Streit. An einem Tag im September setzte sie mich schließlich vor die Tür. „Sie könne mich ja nicht ewig versorgen“, meinte sie. Da stand ich nun. Nur mein Fahrrad, mein Rucksack und ich. Innerhalb weniger Wochen hatte ich alles verloren- ich war obdachlos geworden“, berichtet Simon in einem Interview mit der „Zeit“.

Wer in Deutschland auf der Straße lebt ist selbst schuld, denken viele Menschen. Schließlich gibt es ein soziales Netz. Dass es trotzdem fast jeden treffen kann, zeigt Simons Geschichte.

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