Projekttage 2019

Die Schülerzeitung berät momentan darüber, welches Projekt wir anbieten wollen. Wir dachten uns, dass wir euch nach eurer Meinung fragen könnten. Wenn ihr mitbestimmen wollt, klickt bitte eines der unten genannten Projekte an, an dem ihr am ehesten teilnehmen würdet bzw. das ihr am liebsten am Schulfest sehen würdet.

Klang meines Körpers

dav„Egal, was du hast, wie tief du unten bist, es gibt immer Hilfsmöglichkeiten! Du musst sie kennen und du musst sie annehmen!“ Diese Aussage bringt Menschen mit Essstörungen weiter und ist die zentrale Botschaft der Ausstellung „Klang meines Körpers“. Essstörungen spielen in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle, da fast jedes dritte Mädchen zwischen 14-27 Jahren ein auffälliges Essverhalten zeigt, obwohl inzwischen auch immer öfter Jungs betroffen sind. Da diese Problematik so weit verbreitet ist, befasste sich der Arbeitskreis „Gesundheitsförderung und Prävention“ der Gesundheitsregion plus Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit diesem Thema in einer Ausstellung, die in den Räumen des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege (DVG) präsentiert wurde. Die Ausstellung wurde durch Reden von Landrat Wägemann, Bürgermeister Fitz, Frau Alscher vom DVG und Frau Silbereisen von der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus eröffnet. Dabei wurde erläutert, dass es für den Landkreis sehr wichtig sei, ein vielfältiges und therapeutisches Angebot anzubieten. Es gibt gelegentlich auch das Problem, dass Ärzte zu wenig informiert sind und die Betroffenen zu spät Hilfe finden. Deshalb will der Landkreis mit dieser Ausstellung sowie einem zum Thema passenden Theaterstück hier präventiv tätig werden. Des Weiteren ist das Ziel dieser Ausstellung Eltern, Jugendliche, aber auch andere Familienangehörige zu sensibilisieren, die Erkrankung rechtzeitig erkennen. Damit diese dann auch wissen, wohin sie sich wenden können, wird über die Hilfsangebote informiert und der neue kreative Therapieansatz erläutert.

In der Ausstellung erzählen fünf betroffene Mädchen und ein Junge, wie sie die Magersucht besiegt haben. Der Innenkreis der Ausstellung handelt von den Gedanken und Gefühlen der Betroffenen. Dies haben sie in ihrer Therapie auf verschiedene kreative Weisen umgesetzt, wie zum Beispiel durch Musik, die ihre Gefühle beschreibt, Schatzkisten und Collagen. Im Außenkreis werden die Auslöser und Hilfsmöglichkeiten bei Essstörungen erklärt, zusätzlich gibt es noch eine Tafel auf der „Essstörungen bei Jungen“ thematisiert werden, da auch immer mehr Jungen betroffen sind. Deshalb sollte dieses Thema nicht als „Frauensache“ gesehen werden. Das Wichtigste an der Ausstellung war jedoch die potentiell Betroffenen auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Daher konnten Schulklassen sich mit den zur Schau gestellten Arbeiten auseinandersetzen. Anschließend bekamen sie die Aufgabe, Fragen zum Thema Magersucht zu beantworten. Doch leider wurde die Thematik, vor allem von Jungs, nicht immer ernst genommen, was auch daran Interessierte teilweise ablenkte. Vielleicht hätten hier noch mehr auf Jungen zugeschnittenen Aspekte behandelt werden müssen. Abschließend muss jedoch gesagt werden, dass diese Ausstellung vielen eine neue Perspektive auf das Thema ermöglichte und hoffentlich dazu beiträgt, Betroffenen rechtzeitig zu helfen.

Emma K.

dav

 

 

Wer ist nun das Monster?

Glöckner
Der Glöckner im Glockenturm

Wer ist nun das Monster, ihr oder ich? Dieses hochaktuelle Lied des missachteten, verspotteten und ungeliebten Quasimodo ist das Finale des Musicals Der Glöckner von Notre Dame, das fünfzig Schülerinnen und Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums zusammen mit ihren Begleitlehrerinnen im SI Zentrum in Stuttgart besuchten. Organisiert wurde diese Fahrt wie immer professionell von Frau Schneider.

Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir vor dem weitläufigen Gelände an. In Kleingruppen durften wir uns noch mit Waffeln, Pizza und Brötchen stärken, Fotos machen und die Vorfreude auf das Kommende genießen. Das riesige SI-Zentrum mit seinen Kinos, dem Theater und den vielen Restaurants, Bars und Cafés beeindruckte diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, die „Musical-Erfahrenen“ liefen aber sofort zielstrebig voraus, sodass jeder seine Food oder andere Location fand und sich alle schließlich rechtzeitig am Apollo Stage Theatre trafen.

Mit den Tänzen, dem Gesang und der Darstellungskunst der aufwendig kostümierten Charaktere tauchten wir ein in die faszinierende Welt des missgestalteten Quasimodo und seiner Zeitgenossen aus dem 15. Jahrhundert. Wir lernten die schlechten Umstände kennen, in denen er aufwuchs, und erfuhren, dass er wegen seines Aussehens gezwungen ist, sich vor den Menschen zu verstecken. Aufgrund der eindrucksvollen Darstellung, vor allem der Titelfigur, und der mitreißenden Musik konnten wir nachvollziehen, wie es für ihn ist, ohne Familie oder Menschenfreunde zu leben, denn seine einzigen Ansprechpartner sind die Steinfiguren von Notre Dame, wo er im Glockenturm lebt. Sein tragisches Schicksal nimmt seinen Verlauf, als er sich in die Zigeunerin Esmeralda verliebt, die als einzige nett zu ihm ist. Als Esmeralda wegen angeblicher Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll, schlägt Quasimodos Stunde und er beschließt, das schöne Mädchen zu retten, auch wenn er sich dadurch gegen seinen Lehrmeister, den Domprobst Frollo, stellt.

Trotz des einfachen Bühnenbildes – ein Gerüst aus Holzbalken mit Kirchturmglocken und Statuen an den Seiten sowie einer etwas überflüssigen bewegbaren Treppe – konnte man die Ortswechsel gut nachvollziehen und der Geschichte ohne Probleme folgen. Mit einfachen Bänken wurden Türen, Gefängniszellen und Schränke schlicht, doch für jeden einsichtig dargestellt, wodurch umfangreiche Kulissenumbauten vermieden wurden.

Faszinierend waren für uns die geheimen Freunde des Quasimodo – die Statuen in der Kirche – , die im einen Moment von Menschen gespielt, dann aber wieder von echten Statuen abgelöst wurden.

Noch mit der Musik des letzten Liedes im Ohr machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Bus, um dann, über die neuen Eindrücke redend, zurück nach Gunzenhausen zu fahren.

Insgesamt gefiel der Theaterabend uns allen wirklich sehr gut und deshalb wollen wir uns auch bei Frau Schneider bedanken, die diese Musicalfahrt wie jedes Jahr für uns organisiert hat!

Lisa C.

Girls`Day

„Was macht eigentlich eine Industriemechanikerin?“ oder „Was ist eine duale Ausbildung?“ mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mädchen die am 26.04.2018 beim Girls` Day  im bfz in Weißenburg waren.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der jeder seinen Berufswunsch äußerte, stellten uns die Sozialpädagogin Frau Eberle und der Werkstattleiter Herr Müller die Berufe Fachkraft für Metalltechnik und Industriemechaniker vor. Beide Berufe haben eine ähnliche Aufgabe, nämlich die Arbeit an und Wartung von Maschinen. Der Beruf des Industriemechanikers ist jedoch angesehener, da die Ausbildung fast doppelt so lange dauert, wie die einer Fachkraft für Metalltechnik. Für beide Berufe muss man eine duale Ausbildung machen, das bedeutet, dass man sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet wird. Die praktischen Elemente überwiegen, der theoretische Teil findet vorwiegend in der Berufsschule statt. Während dieser Zeit bekommt man auch schon etwas bezahlt.

Danach haben wir uns einem Projekt in der Werkstatt gewidmet. Wir haben nämlich einen kleinen Schmuckbaum selbst gebaut, wofür wir zuerst Löcher in einen vorgefertigten „Baumstamm“ bohren und sowohl in die Grundplatte als auch in diese Löcher ein Gewinde schneiden sollten und zuletzt nur noch alles zusammenbauen mussten. Damit war die Veranstaltung auch schon fast zu Ende, während wir uns noch mit einem kleinen Imbiss stärkten, sprachen wir darüber, was uns an dem heutigen Tag gefallen hat und was man hätte besser machen können.

Emma K.