Wer ist nun das Monster?

Glöckner
Der Glöckner im Glockenturm

Wer ist nun das Monster, ihr oder ich? Dieses hochaktuelle Lied des missachteten, verspotteten und ungeliebten Quasimodo ist das Finale des Musicals Der Glöckner von Notre Dame, das fünfzig Schülerinnen und Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums zusammen mit ihren Begleitlehrerinnen im SI Zentrum in Stuttgart besuchten. Organisiert wurde diese Fahrt wie immer professionell von Frau Schneider.

Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir vor dem weitläufigen Gelände an. In Kleingruppen durften wir uns noch mit Waffeln, Pizza und Brötchen stärken, Fotos machen und die Vorfreude auf das Kommende genießen. Das riesige SI-Zentrum mit seinen Kinos, dem Theater und den vielen Restaurants, Bars und Cafés beeindruckte diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, die „Musical-Erfahrenen“ liefen aber sofort zielstrebig voraus, sodass jeder seine Food oder andere Location fand und sich alle schließlich rechtzeitig am Apollo Stage Theatre trafen.

Mit den Tänzen, dem Gesang und der Darstellungskunst der aufwendig kostümierten Charaktere tauchten wir ein in die faszinierende Welt des missgestalteten Quasimodo und seiner Zeitgenossen aus dem 15. Jahrhundert. Wir lernten die schlechten Umstände kennen, in denen er aufwuchs, und erfuhren, dass er wegen seines Aussehens gezwungen ist, sich vor den Menschen zu verstecken. Aufgrund der eindrucksvollen Darstellung, vor allem der Titelfigur, und der mitreißenden Musik konnten wir nachvollziehen, wie es für ihn ist, ohne Familie oder Menschenfreunde zu leben, denn seine einzigen Ansprechpartner sind die Steinfiguren von Notre Dame, wo er im Glockenturm lebt. Sein tragisches Schicksal nimmt seinen Verlauf, als er sich in die Zigeunerin Esmeralda verliebt, die als einzige nett zu ihm ist. Als Esmeralda wegen angeblicher Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll, schlägt Quasimodos Stunde und er beschließt, das schöne Mädchen zu retten, auch wenn er sich dadurch gegen seinen Lehrmeister, den Domprobst Frollo, stellt.

Trotz des einfachen Bühnenbildes – ein Gerüst aus Holzbalken mit Kirchturmglocken und Statuen an den Seiten sowie einer etwas überflüssigen bewegbaren Treppe – konnte man die Ortswechsel gut nachvollziehen und der Geschichte ohne Probleme folgen. Mit einfachen Bänken wurden Türen, Gefängniszellen und Schränke schlicht, doch für jeden einsichtig dargestellt, wodurch umfangreiche Kulissenumbauten vermieden wurden.

Faszinierend waren für uns die geheimen Freunde des Quasimodo – die Statuen in der Kirche – , die im einen Moment von Menschen gespielt, dann aber wieder von echten Statuen abgelöst wurden.

Noch mit der Musik des letzten Liedes im Ohr machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Bus, um dann, über die neuen Eindrücke redend, zurück nach Gunzenhausen zu fahren.

Insgesamt gefiel der Theaterabend uns allen wirklich sehr gut und deshalb wollen wir uns auch bei Frau Schneider bedanken, die diese Musicalfahrt wie jedes Jahr für uns organisiert hat!

Lisa C.

Frankn lichd nedd am Meer

Das ist der Titel eines Buches von Helmut Haberkamm, der am 20.02.2018 an unsere Schule kam. In der 3. und 4. Stunde erzählte der ehemalige Lehrer  den 8. Klässlern Geschichten aus seinem Leben und las ein paar seiner Gedichte vor.

Neben Erzählungen aus seiner Jugend erklärte er auch Besonderheiten der Mundart. Zum Beispiel, dass Fränkisch weniger Silben hat, emotionaler ist und musikalischer klingt, weshalb er auch der Meinung ist, dass es besser zum Übersetzen von englischen Song-Texten geeignet ist, als klassisches Deutsch. Außerdem haben Dialektwörter oft eine hintergründigere Bedeutung. Der Begriff „Polandi“ stammt aus dem 19. Jahrhundert und bedeutet Diener, da zu dieser Zeit viele italienische Aushilfsarbeiter in Deutschland am Eisenbahnnetz gearbeitet haben, die beleidigend als Polenta-Esser bezeichnet wurden.

Im zweiten Teil seines Vortrags las er einige seiner Gedichte vor, die sich auf, auch traurige, Geschichten aus seiner Kindheit beziehen. In einem davon ging es um eine Geschichte aus seinem Heimatdorf „Dachsbach“. Dort lebte ein Mädchen, dessen Vater ein Gasthaus betrieb, diese lernte einen Jungen kennen, welcher als Helfer auf einer Baustelle arbeitete, aber der Vater wollte, dass seine Tochter einen Mann heiratet, der mehr Geld verdient. Wenige Tage später fand man diesen Jungen tot auf der Baustelle, auf der er gearbeitet hatte. Bis heute weiß man immer noch nicht, wer diesen Jungen damals getötet hat, die meisten Leute glauben natürlich, dass es der der Vater des Mädchens war, was jedoch keiner ausspricht. In dem Dorf gab es auch ein Kriegerdenkmal, auf dem alle Einwohner, die im 2. Weltkrieg gefallen sind, verewigt wurden. Unter ihnen sind auch einige Jugendliche, da der Armee zu dieser Zeit Kämpfer fehlten und sie deshalb auch schon 16-jährige in den Krieg schickten. Hiervon handelt ein weiteres von Haberkamms Gedichten. Er selbst hatte nämlich große Angst davor, dass er in einen Krieg geschickt werden könnte, weshalb er Zivildienst leistete – ganz in unserer Nähe:  im Internat Knabenchors in Windsbach. Um die Stimmung wieder ein wenig aufzulockern trug er uns anschließend ein Gedicht aus dem Bereich Technik vor, das sehr zweideutig klang.

Der gesamte Vortrag war geprägt durch diesen Wechsel von interessanten sowie lehrreichen Aspekten mit witzigen Anekdoten.

Emma K.

 

 

Jack o’Lanterns

Vor langer, langer Zeit lebte einst ein grausamer Mann namens Jack, der oft betrunken war. Er liebte es Leuten Streiche zu spielen. Sei es Freunden, Familie oder sogar dem Teufel. Diesen brachte er durch einen Trick dazu auf einen Apfelbaum zu klettern. Und als er nun oben saß, stellte Jack schnell um ihn herum Kreuze auf. So konnte der Teufel nicht mehr herunter, da er die Kreuze nicht berühren konnte. Er war gefangen. Auf diese Weise nahm Jack ihm das Versprechen ab seine Seele nach seinem Tod in Ruhe zu lassen. Wohl oder übel versprach es der Teufel und wurde daraufhin wieder freigelassen.
Mehrere Jahre später starb Jack und ging zu den Himmelstoren. Doch der heilige Petrus ließ ihn nicht ein, da er ein zu schlechtes Leben gelebt hatte. Daraufhin ging er zur Hölle doch der Teufel hielt sein Versprechen und wies ihn ab. Jetzt bekam Jack doch Angst. Wohin sollte er gehen? Er musste von nun an die Welt zwischen Himmel und Hölle umherwandern wo es kein Licht gab. Der Teufel erbarmte sich und gab ihm eine Flammenzungen des Höllenfeuers. Jack hatte eine Rübe mit sich, diese höhlte er aus und setzte die Flamme hinein. So durchstreift er die Mittelwelt indem er seinen Weg mit seiner „Jack o’Lantern“ beleuchtet.
An Halloween höhlen die Iren Kürbisse aus um ihn und die bösen Geister von ihren Häusern fernzuhalten.

Wie sehen eure Kürbisse aus? Ausgefallen oder traditionell? Schickt sie uns einfach und die besten bekommen ihren eigenen Platz in unserem nächsten Artikel. Ihr habt eine Geschichte zu eurem Motiv? Na dann immer her damit! Mögen die besten Kürbisse gewinnen!

Mockingjay Teil 2

>>Wenn wir brennen, dann brennen Sie mit!<<, so hieß es in >>Die Tribute von Panem: Mockingjay-Teil1<<.

Jetzt, nach genau einem Jahr, ist endlich Teil 2 und damit das fulminante Finale der Panem-Trilogie in den Kinos.

 

Katniss Everdeen, die ja für Distrikt 13 als >>Spotttölpel<< fungiert und die Leitfigur der Revolution gegen Präsident Snow und die Hungerspiele ist, hat es satt, nur kleine Aufgaben erledigen zu dürfen und das Kämpfen den ausgebildeten Soldaten überlassen zu müssen. Sie will endlich das Kapitol einnehmen und sich wegen der Gefallenen der Hungerspiele an Präsident Snow retten. Da sie jedoch keine Erlaubnis für diese Unternehmung erhält, macht sie sich heimlich auf den Weg ins Kriegsgebiet, woraufhin ihr Alma Coin, die Anführerin von Distrikt 13, widerstrebend eine Truppe zur Verfügung stellt und diese ins Kapitol schickt. Auch der immer noch nicht vollständig genesene Peeta ist zu Propagandazwecken mit dabei. Auf dem mit Fallen gespickten Weg zum Regierungspalast von Präsident Snow hat die Gruppe jedoch mit Gefahren von innerhalb und außerhalb ihrer Gemeinschaft zu kämpfen, denen sie nur durch Mut und Vertrauen aufeinander entgehen kann.

 

Hinter der Geschichte von Katniss, Peeta und der Revolution geht es vor allem um Liebe und Hoffnung in Zeiten, in denen alles düster scheint. Regisseur Francis Lawrence meistert diesen Spagat zwischen Hell und Dunkel perfekt:

 

 

Berührende, schöne Szenen wechseln sich mit actionreichen und dramatischen ab.

Auch Animationen, Landschaften und die Kleidung der Charaktere können mit ihrem Detailreichtum punkten.

 

Das alles macht >>Mockingjay-Teil 2<< zu einem großartigen, unbedingt sehenswerten Abschluss der fulminanten Panem-Saga.

Also, worauf wartest du noch?

>>Join the Mockinjay – Join the Fight!<<

 

CE

Verleihung des Jugendliteraturpreises Altmühlfranken

Am 13. November fand im Wildbachsaal in Weißenburg die Preisverleihung des ersten „Jugendliteraturpreises Altmühlfranken“ statt, zu der viele der 73 jungen Autoren und Autorinnen erschienen, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.
Gleich im Vorsaal wurde klar, dass die Veranstaltung ganz im Zeichen der Literatur stand, denn dort war eine große Zahl an Büchern ausgestellt. Die vielen jungen Gäste wurden von Mathias Meyer, dem Inhaber der Buchhandlung Meyer begrüßt, der sich über die insgesamt 73 Einsendungen zum Jugendliteraturpreis Altmühlfranken freute. Anschließend stellte er die aus acht Personen bestehende Jury vor. Danach trat Landrat Gerhard Wägemann, der Schirmherr des Projektes, ans Rednerpult um die Bedeutung der Kultur zu betonen, die er als „Salz in der Suppe des Lebens bezeichnete. Das war auch der Grund dafür, die Kulturinitiative zu gründen, die unter anderem diesen Literaturpreis organisierte. Er versprach allen Anwesenden, dass dieser Wettbewerb keinesfalls eine „Eintagsfliege sein werde. Zum Schluss äußerte sich noch der Buchhändler und Verleger Johann Schrenk sehr anerkennend über die Leistungen der jungen Autoren. Er hatte die Vorausauswahl der Beiträge für die Jury getroffen und sich daher mit allen Geschichten beschäftigt.

Für eine musikalische Einlage sorgten drei Musiker des Rhythm Boom Orchestra der Musikschule Weißenburg. Sie zeigten, dass man auch mit einer Papiertüte und zwei Büchern Musik machen kann.

Darauf folgte der wichtigste Teil des Abends: die Preisverleihung, bei der an die drei Gewinner jeweils sehr hohe Preisgelder vergeben wurden. Den dritten Platz und damit 250 € verlieh Dieter Popp im Namen der Jury an Franziska Warga aus Solnhofen. Ihrer Geschichte, die von Krieg und Liebe handelt, merke man an, dass die junge Autorin um des Erzählens willen erzählt. Sie habe einen Text mit Potenzial geschaffen, so lautete das Urteil der Jury. Die zweite Preisträgerin war Natalie Kränzlein, die mit ihrer packend geschriebenen Geschichte, die viele originelle Dialoge beinhaltet, den zweiten Platz erreichte und ein Preisgeld von 500 € bekam. Sieger des Wettbewerbs und somit auch Gewinner der 1000 € wurde der 19-jährige Mario Cavaliere aus Pleinfeld mit seiner Kurzgeschichte „Normale Klempner, die, nachdem Urteil der Jury, witzig, hintergründig und humorvoll ist.

Damit die 70 Einsender, die nicht zu den Preisträgern gehörten, nicht allzu enttäuscht sind, dass sie keinen Preis bzw. keine Würdigung erhielten, versprachen die Veranstalter nach der Preisverleihung alle eingereichten Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen. Als Dank für ihren Beitrag bekamen alle Mitwirkenden das Buch „Wir können alles sein, Baby der bekannten Poetry-Slam-Autorin Julia Engelmann.

Zum Schluss gab die Autorin Margit Auer noch Antwort auf die Frage, wie man denn Bestsellerautor werde. Ihre Antwort lautete, viel lesen und Selbstvertrauen haben.

Man kann nur hoffen, dass solche Veranstaltungen in Zukunft öfter stattfinden werden, da sie gezeigt hat, dass in Altmühlfranken junge Menschen leben, die sehr an Literatur und am Schreiben von Geschichten interessiert sind. Es stellt sich allerdings die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, die Jugendlichen in verschiedenen Alterskategorien miteinander wetteifern zu lassen, da sich gezeigt hat, dass die jüngeren Teilnehmer (ab 13 Jahren) gegenüber den älteren keine Chance hatten. Darüber hinaus wäre es motivierender, wenn es nicht so hohe Preisgelder für nur drei Teilnehmer, sondern geringere Beträge für eine größere Gruppe von engagierten und talentierten Jungautoren gäbe.

 

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