Schulschließungen: Alles nervig, oder was?

Wir haben in den letzten Monaten viel über die negativen Begleiterscheinungen der coronabedingten Schulschließungen gehört. Doch gibt es auch eine Reihe von positiven Folgen, über die selten gesprochen wird. Deshalb wollen wir das hier tun und stellen euch im Folgenden einige Beispiele vor. Zu diesen positiven Entwicklungen gehört, dass man plötzlich mehr Zeit mit der Familie oder in der Natur verbringt, dass man sein Hobby viel intensiver ausübt, dass man merkt, auch bei Unternehmungen draußen kann man Freunde treffen, dass man neue Hobbys für sich entdeckt, dass man häufiger mit Leuten über den Gartenzaun hinweg redet, weil man ja sonst nicht mehr so viele Kontakte hat.

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, denn schickt er in den grünen Wald!   

Schulschließung, was nun? Digitaler Unterricht, klar, Aufgaben hochstellen oder verschicken, logisch! Aber die viele freie Zeit, die man jetzt hat? Morgens keine langen Überlegungen vor dem Kleiderschrank, sondern rein in den Jogginganzug und bis abends nicht mehr raus! Schminken? Sieht mich ja keiner, der mich nicht sowieso im unattraktivsten Zustand kennt! Am Abend zum Stammtisch, gestrichen! Am Wochenende Freunde besuchen, no go!

Also, was tun? Spazierengehen! Ein Glück, dass wir auf dem Land wohnen, wo nicht jeder grüne Fleck von tausenden wohnungsmüden Städtern bevölkert ist. Der Burgstallwald wird jetzt zum täglichen Ziel! Und was kann man dort nicht alles entdecken: Bäume natürlich, aber auch Vögel, Rehe und Blumen, denn es ist ja Frühling! Wunderschön die kleinen violetten, auch die langstieligen in Rosa und die versteckt hinter dem Grün hervorlugenden weißen – eine Augenweide!

Aber es wäre auch schön, wenn man ihre Namen wüsste! Ich kann ja nicht jedes Mal den Scharrer anfunken, wenn ich eine solche Schönheit entdecke! Außerdem hat der sicher kein Smartphone, mit dem er meine Bilder empfangen könnte! Die Lösung findet man in diesen Zeiten – wo? Im Internet natürlich! Eine Pflanzenbestimmungs-App muss her! Und mit der wird ab sofort die Unwissenheit bekämpft, wie es sich für eine Lehrerin, die etwas auf sich hält, gehört.

Einige Wochen später kenne ich nicht nur das „Schöllkraut“, sondern auch den „Ehrenpreis“, das „Balkanwindröschen“, die „Eselsdistel“ und viele mehr! Und wenn ich sie nächstes Frühjahr wiedersehe, werde ich sie begrüßen wie alte Bekannte.

C. Seidenath   

                                   

Lieber an den See!

Hmmm, vielleicht sind Pflanzenbestimmungsapps ja was für Lehrer, aber ganz bestimmt nichts für Schüler. Und im Burgstall spazieren gehen, schon gar nicht! Denn wir, hier in Gunzenhausen, sind buchstäblich umzingelt von Seen, an welchen man viel Spaß haben kann! Wie wahrscheinlich die Hälfte der Bewohner in GUN und Umgebung bin ich an jedem sonnigen Tag mit Freunden am See gesessen, da man durch die Pandemie natürlich Zeit dafür hatte. Das Wasser war eine Abkühlung, wenn es nicht grad warm neben dir geworden ist, weil jemand neben dir ins Wasser gepinkelt hat! Manchmal war man den ganzen Tag dort und manchmal auch nur am späten Nachmittag, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und den wunderschönen Sonnenuntergang zu betrachten. Ein Highlight war natürlich auch die neue Wakeboard-Anlage, an der man viel Spaß haben kann! Dazu noch das leckere Essen dort, Burger, Thymian-Pommes (ist viel leckerer, als es vielleicht klingt!), Salat, Falafel usw… Das sind doch wahre Schülerfreuden! 

Nicole

Sommer am See

Oder ans Klavier!

Ich habe in der Zeit im Lockdown besonders viel Zeit mit meinen Hobbys verbracht. Ich wusste einfach nicht, was ich mit der ganzen Zeit anfangen sollte. Klar, Netflix gucken hätte das Problem auch gelöst, aber wir wollen ja nicht verblöden!  

Ich hatte vor Corona nie genug Motivation, Klavier zu spielen, ich hatte einfach nicht genügend Zeit (und einen Mangel an Lust). Aber im Lockdown habe ich realisiert, dass es eigentlich Spaß macht und siehe da, wie von Zauberhand saß ich jeden Tag am Klavier. 

Unter diesem Link könnt ihr meine Fortschritte sehen!

Susi

Harry Potter und kein Ende 

Ich habe in der Zeit des Lockdowns einfach mal wieder viel mehr Zeit für meine eigentliche Lieblingsbeschäftigung gefunden: das Lesen. Ich habe dabei nicht nur interessante Neuentdeckungen gemacht, sondern mich auch „alten“, schon mindestens einmal von mir gelesenen Büchern noch einmal zugewandt und war teils wirklich überrascht, wie fesselnd diese immer noch sind. Eine dieser Reihen, die ich für mich „wiederentdeckt“ habe, möchte ich euch hier gerne vorstellen: Harry Potter. Da es keine Folgebände mehr geben wird, ist das wiederholte Lesen die einzige Chance, um die vertrauten Figuren wiederzutreffen und erneut in die spannenden Abenteuer einzutauchen.   

Zunächst führt Harry ein sehr armseliges Leben bei seiner Tante und seinem Onkel, da diese ihn als lästig ansehen und ihren leiblichen Sohn Dudley immer bevorzugen. Dies ändert sich an seinem elften Geburtstag jedoch schlagartig, als Harry Post von einer ganz besonderen Schule bekommt: von Hogwarts, einer Schule für junge Hexen und Zauberer wie Harry. Dort erfährt er nicht nur die Wahrheit über den Tod seiner Eltern, die von dem großen schwarzen Magier Lord Voldemort getötet wurden, sondern auch, dass er ein Held in der gesamten Zauberwelt ist, da Voldemort bei dem Versuch ihn ebenfalls zu töten, auf mysteriöse Weise seinen Körper und seine Kräfte verlor. Er findet auch zum ersten Mal in seinem Leben in Hermine Granger und Ron Weasley richtige Freunde. Auch wenn es zwischen den dreien einige Startschwierigkeiten gibt, werden sie bald zu einem eingeschworenen Trio, welches sich mutig vielen Gefahren stellt, um den mysteriösen Stein der Weisen, der angeblich ewiges Leben verleiht, zu schützen.  

Für die etwas Älteren unter euch (ab achter oder neunter Klasse) kann ich außerdem sehr empfehlen, das englische Original zu lesen. Ich habe es selbst ausprobiert und muss sagen, dass dies zwar ziemlich anspruchsvoll (ich habe auch nicht jedes Wort verstanden), aber durchaus machbar und mit Sicherheit auch eine gute Übung für Englisch ist.   

Tipp: Die Harry-Potter-Bände gibt es alle in unserer Bücherei, sowohl die deutschen als auch die englischen! 

C.W.

Küken-Aufzucht kinderleicht!

Als mich Frau Seidenath fragte, ob ich nicht einen Beitrag für die Schülerzeitung schreiben möchte, war ich nur zu gern dabei. Warum an all den Veränderungen durch Corona nicht alles schlecht ist? Naja, neben lästigen und mitunter schmerzlichen Einschränkungen konnte ich gerade während des Lockdowns (noch) mehr Zeit mit meinen Kindern in der Natur und mit unseren Tieren verbringen. Nach dem Bepflanzen eigener Hochbeete und dem Bau einer Sommerresidenz für unsere beiden Landschildkröten folgte unser größtes Projekt: Meine fünfjährigen Söhne wollten (ungeachtet unseres beachtlichen privaten Streichelzoos) eigene Haustiere. Und zwar Küken. Nun war es angesichts der erfolgten Stornierung des geplanten Sommerurlaubs für sie nicht allzu schwer, ihre tierverrückte Mutter von dem Plan zu begeistern. Außerdem dachte ich mir, dass ich bei diesem Wunsch auch dann gut wegkomme, falls die beiden das Interesse verlieren sollten – da Küken ja Hühner werden und zwei mehr bei unserer Schar nicht ins Gewicht fallen. Schon bald zogen Annabell, Superkükenblitzgamer und Küken (bei der Namensgebung hatte ich kein Mitspracherecht) als Tagesküken bei uns ein. Genauer gesagt in einen Käfig mit Wärmelampe darüber in meinem Büro.

Die Küken und ihre stolzen Besitzer

Und da wuchsen und gediehen die drei bei Starterfutter und Wasser, bald ergänzt durch frisches Grün und Mehlwürmer, machten erste Flatter- und Flugversuche von den Hockern im Wohnzimmer – bis mein Mann sagte, sie würden jetzt nicht nur wie Hühner aussehen, sondern auch so riechen. Da war es dann Zeit für den Umzug in den Garten, zunächst in einen geschützten Auslauf, wenig später auf die große Wiese zu den anderen Hühnern. Aber unsere „Wiebies“ sind sie noch immer.

… und jetzt sind sie stolze Hühnerbesitzer
Kronengecko

Ach ja, mein Plan ist natürlich nicht so ganz aufgegangen. Nachdem ich hart geblieben bin bei dem Wunsch meiner Jungs, dass die Hühner im Winter wieder ins Haus ziehen, bewohnt jetzt ein munterer kleiner Kronengecko ein Terrarium im Spielzimmer der beiden…

Stephanie Nagler-Popp

Und hier ein weiterer Beweis – es gelingt garantiert!

Es scheint, dass nicht nur die Kinder von Lehrerinnen auf das Huhn gekommen sind, denn in der Corona Zeit hat auch meine Familie das Küken-Großziehen als Hobby entdeckt.  

Die Hühnereier waren erst 21 Tage im Brutautomaten, nach ca. zehn Tagen haben wir sie durchleuchtet, die Form der Küken war schon zu erkennen. In der Nacht zum 21 Tag ist das erste Küken geschlüpft. Am restlichen 21. Tag und in der 22. Nacht sind die restlichen geschlüpft, insgesamt waren es dann elf. Die Küken waren zuerst nass und klebrig, doch dann wurden sie immer flauschiger und trockener.   

Als „ersten Stall“ für die Küken haben wir einen großen Karton zu einem Gehege umgebaut, der in unserem Wohnzimmer stand. In ihrem Papp-Gehege waren sie nachts, teilweise auch tagsüber, von wo aus sie gerne jede Chance nutzten, um unser Haus zu erkunden. Draußen in ihrem Käfig fraßen sie Klee, Grass etc.  Mit der Zeit waren sie immer häufiger über Nacht in ihrem neuen großen Stall draußen. Als sie nach etwa 13 Wochen alt genug waren, kamen alle bis auf fünf von den sechs Küken zu unserer großen Henne Peggy.  

Später haben wir von Nachbarn fünf weitere Hühner bekommen. Heute haben wir neun Hennen, zwei Hähne und vier Laufenten.       

L.S.

Wenn ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, könnt ihr uns gerne Beiträge zusenden.

KREUZVERHÖRE – UNSERE LEHRER

Wir haben uns dieses Jahr als Ziel gesetzt, alle Lehrer – sowohl die Referendare als auch unsere festen Lehrer – zu fotografieren und mit unseren Fragen zu quälen. Diese  Interviews könnt ihr hier lesen.

KREUZVERHÖR – HERR AßMANN

KREUZVERHÖR – FRAU BISCHOF

KREUZVERHÖR – FRAU BRAUN

KREUZVERHÖR – HERR BUTZ

KREUZVERHÖR – HERR CHRISTANDL

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Blitzlichter der Projekttage 2019

1. Geschichte ist überall
Bei diesem Projekt waren die Schülerinnen und Schüler im Stadtarchiv von Gunzenhausen, wo sie unter anderem etwas über die Geschichte der Stadt gelernt haben und so auch Hörspiele über Gunzenhausen aufnehmen konnten.
Sie haben auch etwas über einen der bekanntesten Mediziner Dr. Dr. Heinrich Eidam, welcher 84 Jahre alt geworden ist und den Gründer unseres Gymnasiums Simon Marius, dieser allerdings nur 51 Jahre alt geworden ist, erforscht.
Simon Marius ist in Gunzenhausen geboren, aber in Ansbach gestorben.

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