Schule mal anders

Am Mittwoch und Donnerstag sitzen die Schüler des SMG nicht wie sonst in ihren Klassenzimmern, sondern wandern zu ganz unterschiedlichen Räumen und Hallen, denn es sind Projekttage. Die Schüler konnten sich bereits vor Wochen für ein Projekt eintragen, an dem sie teilnehmen wollten. Die Projekte sind vorwiegend sportlicher oder kreativer Art und werden sowohl von Schülern als auch von Lehrern geleitet. In den einzelnen Projekten kommen Schüler verschiedener Jahrgangsstufen zusammen und basteln, schneidern, backen, malen oder lernen Techniken der Selbstverteidigung und Taekwondo, Sindarin – die Sprache der Hochelben –  wie auch die Grundlagen der molekularen Küche oder studieren eine Hip-Hop-Choreographie ein. Auch sonst verlaufen die Schultage anders als sonst: Pausen werden je nach Bedarf gemacht, manche Projekte finden außerhalb der Schule statt – auf der Tennisanlage des FC Gunzenhausen, dem Sportplatz des TV Gunzenhausen sowie im Schwimmerbecken und auf dem Beachvolleyballfeld des Freibads -, Schüler laufen durch die Gebäude – allein oder in Gruppen – mit Fotoapparaten oder Stiften und Papier  ausgestattet. Letztere werden hier in der Pusteblume von ihren Eindrücken berichten und Fotos aus den Projekten präsentieren.

Sportprojekte

Während der Projekttage des Simon-Marius-Gymnasiums wird Schülern u.a. die Möglichkeit geboten, verschiedenste sportliche Aktivitäten auszuprobieren.  Diese reichen von den von Testosteron erfüllten Erlebnissen im Bereich des Rasenballsportes, über die filigranen Bewegungsabläufe der Tischtennisspieler, bis hin zu den Gleichgewichtskünstlern des Einradsportes.

In allen Sportprojekten lassen sich gut gelaunte, gesprächige und aktive Schüler erkennen, welche ihre Projektwahl offensichtlich nicht bereuen. Die meisten dieser Aktivitäten finden unter im Freien auf den verschiedenen Sportanlagen in Gunzenhausen statt.

Tischtennis

Zu Beginn unseres Projektes hatten wir als Schreiberlinge der Schülerzeitung den selbsterteilten Auftrag, das Projekt der Tischtennisvirtuosen unter die Lupe zu nehmen. Dieses Projekt wurde in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe besteht aus interessierten Kindern und Jugendlichen, welche erstmals mit Tischtennis ausprobieren wollen. Unter dem Vordach der renovierten Turnhalle, welche u.a. auch den Schauplatz für die Einradgruppe darstellt, wird das „Ballgefühl“ der Schüler und Schülerinnen auf eine Probe gestellt und verfeinert. Freude in den Gesichtern der teilnehmenden Schüler ist keine Seltenheit. Nun denn, wie ergeht es der zweiten Gruppe?

Diese Mädchen und Jungs haben bereits Erfahrungen mit Tischtennis gesammelt, weshalb sie keine besondere Hilfe im Umgang mit dem Ball benötigen. Der Ort des Geschehens ist zugegebenermaßen etwas merkwürdig. Es handelt sich bei diesem um einen Tischtennisraum, dessen Atmosphäre ein wenig an einen alten Schulkeller erinnert: Die Luft ist stickig, das Licht gönnt sich an diesem Ort eine Auszeit, eine Gruppe von Schülern spielt mit ihren Bällen. Doch aus durch diese Bedingungen lassen sich die Sportfans nicht entmutigen und üben unverdrossen.

Einrad

Ein anderes Bild vermittelt das Einradprojekt. Daran nehmen deutlich weniger Schüler teil, wodurch die Atmosphäre ruhiger und der Ablauf geordneter ist. Der Holzgeruch und der helle Lichteinfall in der Turnhalle erzeugen ebenfalls ein freundliches Umfeld. Die Leiterinnen, zwei erprobte Einradfahrerinnen des Wahlkurses von Frau Lenk, müssen hier zusammen mit ihrer Lehrerin einige Unterstützung geben, denn diese Sportart erscheint doch recht schwierig, worauf vielleicht die geringere Popularität des Projekts zurückzuführen ist.

Fußball

Das Fußballprojekt, unterstützt von den zwei sozialsten Institutionen des Planeten, ist laut Herrn Witzel nur mit männlichen Teilnehmern besetzt. An dieser Stelle möchten wir freundlich darauf hinweisen, dass die Teilnahme von weiblichen Personen zwar möglich war, jedoch keine Schülerin diese Möglichkeit genutzt hat. Verschiedenste Stationen stehen zur körperlichen Ertüchtigung auf dem Rasen des Gymnasiums bereit, an denen die Schüler ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem Ball vervollkommnen können und einige neue Tricks lernen.

Beachvolleyball und Sportabzeichen

Beachvolleyball und verschiedene Disziplinen der Leichtathletik sowie Schwimmen sind ebenfalls ein wichtiger Teil des Sportangebotes. Die Teilnehmer des Projekts Sportabzeichen absolvieren am ersten Tag die Schwimmstrecke von hundert Metern im Freibad, am zweiten Tag sind sie dann zu Gast beim TV Gunzenhausen, wo sie verschiedene Disziplinen der Leichtathletik absolvieren  Die steigenden Temperaturen und die schwüle Luft unterstützen das „Sommerfeeling“ dieser sportlichen Aktivitäten– leider nur am ersten Tag, denn am zweiten müssten zunächst Schutz vor dem Regen suchen!

Hip Hop und Zumba

Die beiden Tanzgruppen Hip Hop und Zumba, werden von Schülerinnen geleitet, die auch den ganzen Ablauf und die Choreografien entwickelt haben. Die betreuenden Lehrerinnen sind Frau Schaller, die die Gesamtorganisation innehat, sowie Frau Schneider und Frau Soens. Die Zumba-Gruppe weist einen erstaunlich hohen Anteil an männlichen Teilnehmern auf, die mit viel Einsatz die doch ungewohnten Bewegungen vollführen und den Befehlen der souveränen Vortänzerinnen folgen. Die im Hip Hop-Projekt einstudierte Choreographie wird am Schulfest vorgeführt. Dort können sich alle von den fast professionellen „moves“ der Tänzerinnen und Tänzer überzeugen.

Tennis

Trotz des sehr heißen Wetters ist am Tennisplatz des FC Gunzenhausen viel los. Das liegt daran, dass heute eine Gruppe von zwanzig Schülern und vier Trainern dort zusammen die Grundlagen dieser schönen Sportart erwerben wollen. Zunächst gibt der Spartenleiter Tennis Herr Hohenstein den Teilnehmern eine kurze Einführung zur Anlage und zum Verein. Dann geht es auch schon los mit verschieden Übungsformen, um das richtige Ballgefühl zu bekommen. Anschließend dürfen sie auch schon mit Schlägern auf die Plätze. Nach zweieinhalb Stunden intensiven Trainings kommen wir mit Eis an, was eine willkommene Abkühlung für die Spieler ist. Während des Eisessens erzählen sie uns, was sie bisher schon gelernt haben: Die Spielregeln beim Tennis, wie man den Schläger richtig hält und richtig schlägt und auch wie das Zählen bei einem Spiel oder Turnier abläuft. Bei allen kann man die Begeisterung deutlich spüren und auf die Frage, ob sie Tennis in ihrer Freizeit weiterverfolgen wollen und das Projekt nächstes Jahr wieder wählen würden, sind sich alle einig: „Ja, klar, auf jeden Fall“. Und auch die Leiter dieses Projekts, Frau Bickel sowie die Q-11-Schüler Anna Gröschel, Patrick Pröschel und Nick Kirchdörfer sind überwältigt von dem Enthusiasmus ihrer „Schüler“ und  würden ihr Projekt nächstes Jahr wieder anbieten, wenn sie da noch in der Schule wären.

Taekwondo und Selbstverteidigung

Die Projekttage geben Schülern die Möglichkeit Thematiken zu erleben, welche in ihrem gewöhnlichen Alltag nicht stattfinden.

Ein gutes Beispiel für diese gesellschaftliche Randthematik ist Taekwondo. Diese Sportart halten viele Leute für eine sehr aggressive Tätigkeit, da man dort versucht, andere Menschen zu Fall zu bringen. Doch dies stimmt nicht ganz, weil man versucht, sich selbst zu verteidigen und dabei aber auch noch Spaß hat. Bei Beobachtungen bemerkten wir, dass die Schüler dabei gut gelaunt sind und die vorgemachten Übungen aktiv nachahmen.

Eine Turnhalle weiter kann man beobachten, wie Schüler von älteren bzw. ehemaligen Schülern lernen, sich selbst zu verteidigen. Fußtritte und andere Techniken werden sie darauf  vorbereitet, sich in Gefahrensituationen wehren zu können.

Erste Hilfe

Wenn man sich bei diesen Projekten doch einmal verletzten sollte, gibt es einen Erste-Hilfe- Kurs, bei dem man lernt, verwundete Schüler zu verarzten. Dabei wird einem erklärt, was man in einem Notfall tun muss. Außerdem versuchen die Jugendsanitäter, Außenstehenden mit Plakaten zu erklären, was Erste Hilfe alles bedeutet.

Somit bleibt als Fazit zu sagen, dass die Sportprojekte der diesjährigen Projekttage als voller Erfolg zu werten sind.

Projekte für Kreative

Viele der angebotenen Projekte fordern kreative Gestaltung und handwerkliches Geschick. Hierbei kommen ganz unterschiedliche Techniken und Materialien zum Einsatz. In vielen dieser Projekte stellen Schüler wie auch Lehrer ihre Hobbys vor und bringen den Teilnehmern die Grundlagen bei. Ziel ist es, vor allem Spaß an der Sache zu haben und vielleicht Ergebnisse im Rahmen des Schulfestes präsentieren zu können. Schon nach 2-3 Stunden kristallisieren sich ganz erstaunliche Produkte heraus.

Miniaturmalen

Als Miniaturmalerei bezeichnet man das Malen von kleine und kleinsten Bildern. Miniaturmalerei gibt es schon sehr lange und sie dient verschiedenen Zwecken, z.B. der Buchillustration im Mittelalter oder der Dekoration von kleinen Gegenständen wie etwa Schmuck oder Döschen, denen man dadurch eine besondere Note gibt und die dann als Geschenke oder Souvenirs verwendet werden. Im Projekt wurden die Miniaturen allerdings ganz einfach auf Papier gemalt. Das Ziel ist es die Licht-und Schattenseiten des 18. Jahrhunderts zu beleuchten. Die Teilnehmer stellen unter der Leitung von Frau Krach und Herrn Bauer ein Schaubild her, das in zwei Teile unterteilt ist. Eine Seite zeigt die Hexenverfolgungen, die andere Simon Marius‘ Entdeckungen. Am Schulfest wird das Endergebnis ausgestellt.

Guerilla Art

Im Gegensatz zum Miniaturmalen ist „Guerilla Art“ eine relativ neue Kunstform, bei der es vor allem darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen und die Botschaften der Künstler nahezubringen. Viele der Werke sind provokant und politische bzw. gesellschaftskritisch. Sie werden bewusst im öffentlichen Raum präsentiert, weil man nicht speziell „Kunstinteressierte“ erreichen will, sondern ganz normale Menschen und von diesen möglichst viele. Oftmals ist das Ziel aber auch, die Verschönerung der Umwelt und die Menschen zu guten Dingen zu bewegen, wie zum Beispiel Fußabdrücke die zu einem Mülleimer führen, sollen die Menschen dazu bringen ihren Müll in den Mülleimer zu werfen. Da „Guerilla Art“ auch fremden Besitz oder öffentlichem Eigentum platziert wird, wird sie oft als Vandalismus angesehen und ist verboten. Die Teilnehmer des Projekts haben deshalb ihre selbstgemachten Produkte, die leicht wieder entfernt werden können, nur im Schulhaus und auf dem Gelände angebracht. Die Ideen stammen meist von ihnen selbst, sie haben aber auch Anregungen von berühmten Kollegen aufgenommen und abgewandelt. Sie basteln z.B.  Smileys oder Zettel zum Abreißen mit der Aufschrift „Hoffnung“. Sie provozieren mit frechen Sprüchen, die sie aufhängen, oder besprühen eine Leinwand im Graffiti-Stil und hängen sie auf. Ihre Werke werden im Schulhaus verteilt und sind dort für alle zu sehen.

Masken modellieren

Die Masken werden unter der Leitung von Herrn Winter und Frau Schwarz modelliert. Die Projektteilnehmer blasen zuerst einen Luftballon auf, kaschieren ihn mit Zeitung und Kleister, danach teilen sie die Maske in zwei Teile und bemalen sie. Schlussendlich erhalten sie zwei Masken, die sie selbst in Anlehnung an den venezianischen Stil gestaltet haben. Ihr Ergebnis will die Gruppe auf dem Schulfest in einem Hüttchen präsentieren.

Nähen

Beim Projekt „Nähen“ werden unter der Leitung von Frau Deininger-Meyer Taschen, Kissen, Mäppchen usw. hergestellt. Die Projektteilnehmer nähen hier jeder für sich an seinem Projekt. Am Schulfest werden die Näharbeiten ausgestellt.

Boshi-Mützen häkeln

Beim Projekt „Boshi Mützen häkeln“ häkeln die 5 Projektteilnehmer unter der Leitung  von Frau Berndanner und Frau Fuchs Mützen mit besonderer Wolle.  Nachdem die Teilnehmer sich die Wolle ausgesucht haben, wurden die Grundtechniken wiederholt und im Anschluss daran die Mützen gehäkelt. Die Gruppe wird ihre Ergebnisse am Schulfest zur Schau stellen.

Origami und Loom Bänder

Das Projekt „Origami und Loom Bänder“ wurde unter der Leitung Frau Höller in zwei Thementage gegliedert. Am ersten Tag falteten die Projektteilnehmer Origami Figuren, Tiere und Schlüsselanhänger etc. Am zweiten Tag bastelten die Teilnehmer Armbänder und Schlüsselanhänger. Die Ergebnisse werden am Schulfest vorgestellt.

Schmuck und Schlüsselanhänger selber machen

Beim Projekt „Schmuck und Schlüsselanhänger selber machen“ haben die Teilnehmer die Möglichkeit unter der Leitung von Frau Näpfel und Frau Gerdes-Oeder selbst Armbänder zu weben oder zum Beispiel Schlüsselanhänger zu nähen. Hier halfen die Lehrer den Schülern bei ihren Projekten und erklärten sie. Am Schulfest wird die Gruppe ihre Ergebnisse ausstellen.

Projekt „Fotographie“ – „Mankind meets nature.“

Wie verändert der Mensch die Natur? Welchen Einfluss hat die Natur auf den Menschen?

Diese Fragen versuchten die SchülerInnen des Projekts „Fotographie“ unter der Leitung von Verena Hermann und Heiko Gabrielian in Bildern zu beantworten.

Auf der Suche nach geeigneten Motiven ging eine Gruppe in den Burgstallwald, die andere Gruppe erkundete das Schulgelände nach passenden Fleckchen. Dabei machten die Schüler eine große Anzahl an beeindruckenden Fotos. Vier davon wurden für einen Wettbewerb ausgewählt, die Besucher des Schulfests sollten das beste Foto bestimmen.

Eine weitere Aufgabe des Projekts bestand darin, die vielseitigen Aktivitäten der Projekttage in Bildern zu erfassen. Viele der Bilder wurden am Schulfest in einer Diashow gezeigt.

Töpfern

Im Keller findet das Projekt Töpfern unter der Leitung von Herrn Weiße und Frau Krebs statt. Unter den Teilnehmern sind Schüler, die schon einmal getöpfert haben, aber auch Unerfahrene, die sich mal daran versuchen wollen.  Zuerst muss der Ton aber geknetet und auch geklopft werden, damit er später beim Brennen nicht ex- oder implodiert. Dann kann´s endlich losgehen. Es können alle möglichen Formen gestaltet werden. Einige Beispiele sind ein Huhn oder eine Tasse. bevor fertig getöpfert ist, muss der Ton erst einmal einen Tag ruhen, dann kann er mit Engobe, das aus Ton- und Farbpigmenten besteht, bemalt werden. Das muss dann nochmals ruhen, diesmal aber eine ganze Woche. Dann können die Formen endlich im Ofen gebrannt werden, damit sie auch wetterbeständig sind, und anschließend werden sie glasiert.

SMG-Song komponieren

Ziel des Projekts „SMG-Song komponieren“ ist es, ein Lied oder eine Hymne zu komponieren, wodurch die Schüler angeregt werden sollen, sich mit der Schule zu identifizieren. Um diese Aufgabe zu meistern, hören sich die Teilnehmer unter der Leitung von Frau Dommel und Leonard Klimpke verschiedene Hymnen an und beschäftigen sich mit der Frage: „Was bedeutet Schule für uns?“ und „Was gefällt uns an unserer Schule?“. Der deutsche Song soll am Schulfest präsentiert und von den Teilnehmern selbst mit Instrumenten begleitet werden.

Gestaltung der Wand unterhalb des Sportplatzes

Das Projekt „Wandgestaltung“, unter der Leitung von Frau Altmann und Frau Tischler, beschäftigt sich mit der Wand neben Haus B und dem Fußballplatz. Sie übermalen die alte Wandgestaltung, indem sie die Wand mit Graffitis im Banksy Stil verzieren.  Außerdem ziert ein Gemälde von Melissa Stephan die Wand. Am Schulfest wird die Gruppe ihre Arbeit fortsetzen, da die Projekttage nicht lang genug waren, um das Projekt innerhalb der zwei Tage fertigzustellen.

Sonstige Projekte

Projekt Solarofen

Der Mensch hat viele Möglichkeiten, die Sonne zu seinem Vorteil zu nutzen. Eine dieser Varianten wird am SMG sogar durch ein Projekt repräsentiert. Bei diesem bauen sich die eingetragenen Teilnehmer einen funktionsfähigen Solarofen. Dieser besteht aus nichts weiter als Alufolie, ein wenig schwarzer Farbe und Pappe. Der Ofen ist bei korrektem Aufbau in der Lage, eine Temperatur von bis zu 120 Grad Celsius zu erreichen. Diese Wärme genügt beispielsweise, um eine Kartoffel zu backen.

Hierzu wird eine große Pappschachtel verwendet, welche dann durch ein weiteres Stück Pappe, welches zuvor mit Alufolie überklebt wurde, ergänzt wird. Dieses flache Stück Pappe reflektiert daraufhin das Sonnenlicht in die Box. Hierzu wird in die Schachtel ein viereckiges Loch geschnitten. Daraufhin wird das innere der Pappschachtel mit schwarzer Farbe bemalt, um den Effekt zu intensivieren. Zuletzt wird über dem Loch eine Spiegelplatte angebracht.

Das Projekt, welches von Hr. Lenk und Hr. Dr. Franz überwacht wurde, erfreute sich insbesondere beim männlichen Geschlecht großer Beliebtheit. Es befand sich genau eine einzige weibliche Person im Projekt. Auffällig war ein relativ hohes Physikinteresse bei den Teilnehmern. Trotzdem gab es den einen oder anderen Herren, welcher sich etwas anderes unter einem „Solarofen“ vorgestellt hat. Anzumerken ist an dieser Stelle, das sämtliche Materialien, welche zur Vollendung dieses „Do-it-yourself“-Ofens benötigt wurden, von den Projektleitern selbst besorgt wurden.

Final bleibt zu sagen, dass dieses Projekt sicherlich ein interessantes Konzept mit sich trägt, auch wenn manche vermutlich nicht in der Lage waren, die dazugehörige Beschreibung vor den Projekttagen zu lesen. Eine mögliche Faulheit bleibt nicht auszuschließen.

Umwelt LBV

Die Umwelt und die Gesundheit unseres Planeten sind sehr wichtig.

Dieser Aussage wird sicherlich ein Großteil unserer Schüler zustimmen, auch wenn man manchmal das Gefühl bekommen könnte, dass die Vermittlung dieses wichtigen Faktes in vielen Fällen misslingt. Allerdings gibt es an unserem Gymnasium momentan ein Projekt, welches hier neue Wege beschreitet. Bei diesem handelt es sich um das Projekt Umwelt LBV.

Diese Damen und Herren (zu einem sehr großen Anteil Herren) setzen sich während der zwei Projekttage insbesondere mit Rohstoffen und Ressourcennutzung, Wasser und Tieren auseinander. Beispielsweise wird den Teilnehmern eine Aufgabe im Außengebiet gestellt, bei welcher diese verschiedenen Wasserproben entnehmen und sie im Nachhinein kategorisieren müssen. Bei diesen und weiteren Aufgaben sollen den Schülern Werte und Wissen über die Umwelt vermittelt werden.

Auf die Frage hin, wieso gerade dieses Projekt ausgesucht wurde, variierten die Antworten nicht wirklich. Es entstand eine Standardmischung aus „Es war nichts mehr übrig“ und „War halt irgendwie interessant“.

Dieses Projekt ist der lebende Beweis dafür, dass eine spielerische Wissensvermittlung im Bereich Umwelt tatsächlich möglich ist, sogar bei Jugendlichen

Vogelhäuser

Auf dem Weg in den Keller hört man schon von Weitem das Rattern der Bohrmaschinen, die für den Bau von 40 Vogelhäusern benötigt werden. Diese werden aus Holz gebaut, das von der Schreinerei Burger vorgeschnitten wurde. Am ersten Tag unternahmen sie erst einmal einen Ausflug in den Wald, bevor sie begannen zwei verschiedene Vogelhäuser zu bauen:

Einmal bauen sie Höhlenkästen, in denen sich Meisen einnisten sollen, damit sie eine Familie gründen können. Diese schön angemalten Häuser können dann im Garten aufgehängt werden.

Außerdem werden Halbhöhenkästen gefertigt, die z.B. für Bachstelzen gedacht sind. Diese können auch im Garten aufgehängt werden, damit das Tierleben in Gärten aufgefrischt wird.

Wie man sich sicherlich vorstellen kann, hatten die Schüler dabei sehr viel Spaß. Man kann einige dieser Kunstwerke auch am Schulfest erwerben.

Backen und Backvideos

Das Projekt „Backen und Backvideos“, unter Aufsicht von Frau Kucharski und Frau Schallenmüller, fand in der Stephani-Schule statt, da das Gymnasium über keine Küche verfügt. Dort buken die 24 Projektteilnehmer vor allem amerikanisches Gebäck wie zum Beispiel Cupcakes oder Brownies. Der Backprozess wird in einer Fotocollage festgehalten. Die süßen Leckereien werden am Schulfest verkauft.

Molekulare Küche

Unter der Leitung von Frau Ebert und Herrn Fischer versuchen die Projektteilnehmer ein Menü zu entwickeln, das aus Gerichten mit chemikalischen Zutaten besteht. Sie kochten zum Beispiel einen Bubble-Tea oder Hot Dogs mit chemikalischen Mitteln, wie zum Beispiel Calcium Lactat, Agar-Agar, Gellan oder Natrium Alginat

Gunzenhausen einst und jetzt

Das Ziel des Projekts „Gunzenhausen einst und jetzt“ , unter der Leitung von Herrn Stumpf und Herrn Pfahler, ist der Vergleich von Ansichten Gunzenhausens von früher und heute, um herauszufinden, ob Gunzenhausen früher oder heute schöner war. Die erste Aufgabe der Projektteilnehmer war es mit Hilfe von Internet und Büchern Bilder von Gunzenhausen in der Vergangenheit zu finden. Danach wollen sie, um einen genauen Vergleich von früher und heute zu erhalten, die Plätze aus der gleichen Perspektive wie der damalige Fotograf fotografieren.

Schafkopf Grundkurs

Das Ziel des Projekts „Schafkopf Grundkurs“, unter der Leitung von Frau Wagner und Herrn Kiesmüller, war es den Schafkopf Neulingen das Spiel zu erklären und den Profis letzte Tipps zu geben. Das Erklären des Spiels wurde folgendermaßen durchgeführt: Zuerst wurden Poster mit den Grundregeln gestaltet und erläutert, danach wurden die Fertigkeiten der Anfänger in einem ersten Probespiel getestet. Nach und nach kamen dann alle Sonderregeln hinzu, die ebenfalls in Probespielen getestet wurden. Am Schulfest veranstaltet die Gruppe ein Schafkopfturnier, zu dem alle Schulfestbesucher herzlich eingeladen sind. Eine Anmeldung ist von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr möglich und als Preise gibt es Essens-und Trinkgutscheine für das Schulfest.

Sindarinkurs und Simarillion

Das Projekt  „Sindarinkurs und Simarillion“ wurde von Julia Kauth geleitet und Frau Leinstein sowie Herrn Körner betreut. Sindarin ist die bekannteste fiktionale Sprache, die in den Filmen „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“ vorkommt, sie wird von den Elben gesprochen. Am Schulfest organisiert die Gruppe eine Schnitzeljagd, sie beginnt mit einem Plakat und am Ende gibt es als Preis einen Lembas (elbisches Wegebrot). Die Projektteilnehmer haben zum Abschluss „Herr der Ringe“ auf Englisch geschaut.

Survival-Training

Am ersten Tag trafen sich die Schüler, mit passenden Kleidung und Ausrüstung, noch kurz in der Schule, damit sie alles besprechen konnten, bevor sie in den Stadtwald gehen würden. Die Leiter und Projektgründer waren Max Weihrether und Simon Leih aus der neunten Klasse, zusätzlich waren auch Herr Helmreich und Frau Höhn mit von der Partie. Nachdem alles geklärt war, ging es endlich los in die Wildnis. Auf einer etwas größeren Waldfläche machten sie Halt und Max zeigte ihnen, wie man aus einer Tüte, gefüllt mit etwas Wasser, einem Blatt und einer Nadel einen funktionsfähigen Kompass baut. Schließlich muss man sich ja in der Wildnis des Burgstalls zurechtfinden können. Dann führten die Leiter die Gruppe hinauf auf den Berg. Auf dem Weg kamen sie an einer toten, morschen Birke vorbei. Max erklärte dort, dass die Birkenborke der beste Zunder zum Feuermachen ist und, dass man im Frühjahr sogar einen süßlich schmeckenden Birkensaft ,,abzapfen“ kann. Auf dem Berg schließlich wurde einem das Dülfern gelehrt. Das Abseilen von einem Steilhang. Während jeweils einer sich hinunterließ, machten die anderen Pause. Nun kam für viele der schmerzhafteste Teil, sich nämlich auf einem Seil liegend über einen nicht vorhandenen Fluss zu ziehen. Als Nächstes wurde den Teilnehmern die Frage gestellt: „Wie kommt man an frisches, sauberes Wasser, ohne eine Quelle oder Bach in der Nähe zu haben?“ Die Projekt-Leiter erklärten, dass jedes Blatt Flüssigkeit enthält und dass man mit Blättern leicht an Wasser kommen könnte, was aber etwas zeitaufwendig wäre.

Am späten Vormittag dann, wurde die letzte Aufgabe gestellt, nämlich in Gruppen eine mit möglichst wenig Hilfsmitteln gebaute Falle aufzustellen.

Am darauffolgendem Tag startete die Gruppe sofort durch, den jetzt stand eine sehr zeitintensive Aufgabe dem Programm. Die schon aufgeteilten Gruppen sollten eine Notunterkunft, ein ,,Shelter“, bauen, und zwar mit allem, was da war, also mit alten Stämmen, dicken Ästen, Moos, Laub, Gras, usw.

Als alle das mit Erfolg bewältigt hatten, wurde vor diesen „Hütten“ mithilfe von ,,Feuerstartern“ und Feuerbohrer ein Feuer entfacht. Und als letzter Programmpunkt etwas zur Hygiene in der Wildnis, z.B. das Zähneputzen mithilfe eines Wasser-Kohlegemisches.

 

 

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