Verleihung des Jugendliteraturpreises Altmühlfranken

Am 13. November fand im Wildbachsaal in Weißenburg die Preisverleihung des ersten „Jugendliteraturpreises Altmühlfranken“ statt, zu der viele der 73 jungen Autoren und Autorinnen erschienen, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.
Gleich im Vorsaal wurde klar, dass die Veranstaltung ganz im Zeichen der Literatur stand, denn dort war eine große Zahl an Büchern ausgestellt. Die vielen jungen Gäste wurden von Mathias Meyer, dem Inhaber der Buchhandlung Meyer begrüßt, der sich über die insgesamt 73 Einsendungen zum Jugendliteraturpreis Altmühlfranken freute. Anschließend stellte er die aus acht Personen bestehende Jury vor. Danach trat Landrat Gerhard Wägemann, der Schirmherr des Projektes, ans Rednerpult um die Bedeutung der Kultur zu betonen, die er als „Salz in der Suppe des Lebens bezeichnete. Das war auch der Grund dafür, die Kulturinitiative zu gründen, die unter anderem diesen Literaturpreis organisierte. Er versprach allen Anwesenden, dass dieser Wettbewerb keinesfalls eine „Eintagsfliege sein werde. Zum Schluss äußerte sich noch der Buchhändler und Verleger Johann Schrenk sehr anerkennend über die Leistungen der jungen Autoren. Er hatte die Vorausauswahl der Beiträge für die Jury getroffen und sich daher mit allen Geschichten beschäftigt.

Für eine musikalische Einlage sorgten drei Musiker des Rhythm Boom Orchestra der Musikschule Weißenburg. Sie zeigten, dass man auch mit einer Papiertüte und zwei Büchern Musik machen kann.

Darauf folgte der wichtigste Teil des Abends: die Preisverleihung, bei der an die drei Gewinner jeweils sehr hohe Preisgelder vergeben wurden. Den dritten Platz und damit 250 € verlieh Dieter Popp im Namen der Jury an Franziska Warga aus Solnhofen. Ihrer Geschichte, die von Krieg und Liebe handelt, merke man an, dass die junge Autorin um des Erzählens willen erzählt. Sie habe einen Text mit Potenzial geschaffen, so lautete das Urteil der Jury. Die zweite Preisträgerin war Natalie Kränzlein, die mit ihrer packend geschriebenen Geschichte, die viele originelle Dialoge beinhaltet, den zweiten Platz erreichte und ein Preisgeld von 500 € bekam. Sieger des Wettbewerbs und somit auch Gewinner der 1000 € wurde der 19-jährige Mario Cavaliere aus Pleinfeld mit seiner Kurzgeschichte „Normale Klempner, die, nachdem Urteil der Jury, witzig, hintergründig und humorvoll ist.

Damit die 70 Einsender, die nicht zu den Preisträgern gehörten, nicht allzu enttäuscht sind, dass sie keinen Preis bzw. keine Würdigung erhielten, versprachen die Veranstalter nach der Preisverleihung alle eingereichten Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen. Als Dank für ihren Beitrag bekamen alle Mitwirkenden das Buch „Wir können alles sein, Baby der bekannten Poetry-Slam-Autorin Julia Engelmann.

Zum Schluss gab die Autorin Margit Auer noch Antwort auf die Frage, wie man denn Bestsellerautor werde. Ihre Antwort lautete, viel lesen und Selbstvertrauen haben.

Man kann nur hoffen, dass solche Veranstaltungen in Zukunft öfter stattfinden werden, da sie gezeigt hat, dass in Altmühlfranken junge Menschen leben, die sehr an Literatur und am Schreiben von Geschichten interessiert sind. Es stellt sich allerdings die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, die Jugendlichen in verschiedenen Alterskategorien miteinander wetteifern zu lassen, da sich gezeigt hat, dass die jüngeren Teilnehmer (ab 13 Jahren) gegenüber den älteren keine Chance hatten. Darüber hinaus wäre es motivierender, wenn es nicht so hohe Preisgelder für nur drei Teilnehmer, sondern geringere Beträge für eine größere Gruppe von engagierten und talentierten Jungautoren gäbe.

 

xL

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